Sozialversicherungspflicht von Gesellschafter-Geschäftsführern

12.01.2016

Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften befinden sich oftmals im Grenzbereich zwischen einer abhängigen Beschäftigung und einer selbstständigen Tätigkeit. Die Zuordnung hat entscheidende Bedeutung für die Frage der Sozialversicherungspflicht des Geschäftsführers. Immer dann, wenn ein Gesellschaftergeschäftsführer keinen beherrschenden Einfluss auf die Unternehmensgeschicke nehmen kann, nimmt die Rechtsprechung eine weisungsgebundene Tätigkeit und damit ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis an. Ein beherrschender Einfluss fehlt in der Regel bei Minderheitsgesellschaftern, da diese nicht über Stimmmehrheit in der Gesellschafterversammlung verfügen. Dennoch ist bei der Beurteilung eines Gesellschafter-Geschäftsführers mit Blick auf die Sozialversicherung stets eine Gesamtschau des Für und Wider vorzunehmen. Insbesondere geben das Vorliegen einer umfassenden Sperrminorität, die Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB, sowie die konkreten Bestimmungen des Anstellungsvertrages Auskunft darüber, ob ein Gesellschafter-Geschäftsführer in die Organisation des Betriebs eingegliedert ist und den Weisungen der Gesellschaftersammlungen unterliegt.

 Zur Abklärung des sozialversicherungsrechtlichen Status von Gesellschafter-Geschäftsführern besteht die Möglichkeit ein Statusfeststellungsverfahren bei der Clearing-Stelle der Deutschen Rentenversicherung Bund durchführen zu lassen. Gerne stehen wir Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Verträge, sowie der Durchführung von Feststellungsverfahren mit unseren Spezialisten zur Seite.

 Kontaktieren Sie uns unter: kanzlei[at]sb-g.de

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